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  • 16.11.2017
  • von Judith Langowski

Berlin-Neukölln: Gestohlene Stolpersteine werden ersetzt

von Judith Langowski

Der Künstler Gunter Demnig verlegt in Berlin drei Stolpersteine. (Symbolbild) Foto: Britta Pedersen/dpa

Anwohner sammeln Spenden, die Deutsche Wohnen will die Gedenksteine ersetzen. Nun wird es mehr Stolpersteine geben als zuvor.

Nach der Entwendung von 16 Stolpersteinen in Neukölln ist nun deren Ersatz finanziell gesichert. Allein in der Britzer Hufeisensiedlung wurden am vergangenen Montag alle sieben dort verlegten Steine entwendet, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Bei der Anwohnerinitiative „Hufeisern gegen Rechts“ sind bis Dienstag Spenden in Höhe von 1355 Euro eingegangen.

Deutsche Wohnen übernimmt Kosten

Zudem kündigte das Immobilienunternehmen Deutsche Wohnen, dem ein Großteil der Häuser in der Hufeisen-Siedlung gehört, an, die Kosten für alle entwendeten Gedenksteine zu übernehmen. Das Bezirksamt Neukölln teilte mit, das Angebot der Immobilienfirma anzunehmen sowie alle weiteren Spenden auf die Verlegung weiterer Stolpersteine zu verwenden. Die Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins kostet 120 Euro.

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