17.12.2017, 2°C
  • 12.10.2017
  • von Roberto Jurkschat

Nach "Xavier" warnt Wetterdienst vor "Arke": Neues Sturmtief über Brandenburg: 75-Jährige von Baum erschlagen

von Roberto Jurkschat

Foto: dpa

Donnerstagnachmittag ist bei Lauchhammer eine 75-jährige Frau bei starken Windböen ums Leben gekommen. Ein Baum stürzte auf eine Gruppe Fahrradfahrer. Auch für Potsdam gilt bis 20 Uhr eine Warnung des Deutschen Wetterdienstes.

Lauchhammer - Eine 75-jährige Radfahrerin wurde am Donnerstag um 14 Uhr auf einem Radweg zwischen Lauchhammer und Tettau (Kreis Oberspreewald-Lausitz) von einem umstürzenden Baum erschlagen. Bei starken Windböen fiel der Baum auf eine Gruppe Fahrradfahrer. Eine weitere Frau im Alter von 84 Jahren und zwei 68- und 78-jährige Männer wurden dabei schwer verletzt, wie die "Lausitzer Rundschau" unter Berufung auf Polizeiangaben berichtete. 

Wetterdienst warnt vor Gefahren durch Sturmböen - auch in Potsdam

Der Deutsche Wetterdienst hatte Donnerstagmittag bereits vor Gefahren durch Sturmböen in Brandenburg gewarnt: In Potsdam gilt die Warnstufe 2 noch bis Donnerstagabend 20 Uhr. Nachdem Sturmtief "Xavier" und der Regen in den darauf folgenden Tagen viele Bäume in Brandenburg geschädigt haben, warnen Feuerwehr und Polizei noch immer vor Spaziergängen in Wäldern und Grünanlagen.

Durch die erneuten Windböen könnten Äste und Zweige, die nach Sturmtief "Xavier" noch lose in den Bäumen hingen, herunterfallen. Laut Wetterdienst soll das Sturmtief "Arke" zwar nicht so stark wüten, wie der Sturm "Xavier" in der Vorwoche. Dennoch seien auch die Windböen des jetzigen Tiefs, die mit bis zu 70 km/h über Brandenburg fegen, nicht zu unterschätzen. 

Vorsicht auf dem Bürgersteig: Schutz vor Sturmgefahren

Das Bundesamt für Gafahrenschutz und Risikobewertung hat eine Liste mit Warnhinweisen für Stürme und Orkane veröffentlicht. Bei starkem Wind sei demnach auf einen Aufenthalt im Freien nach Möglichkeit zu verzichten. Passanten sollten im Freien achtgeben, um herabfallende Gegenstände rechtzeitig zu bemerken. „Ein Blick nach oben kann lebenswichtig sein“, heißt es auf der Website des Bundesamtes.

Vor allem, wenn man im Stadtgebiet an Häuserreihen entlanggeht: Starke Sturmböen können Dachziegeln lösen, die dann zu Boden stürzen - auch Balkonpflanzen können von Balkonen in Richtung Bordstein fliegen. Zudem sei Vorsicht an Baugerüsten geboten, die bei stürmischem Wind nicht unterquert werden sollten.  

"Mit dem Gesicht erdwärts"

Einen Bogen sollten Passanten und Radfahrer auch um Freileitungen und Wälder machen: Kabel und Äste können sich lösen, ganze Bäume umstürzen. Schutz bieten in der Regel Gebäude - wenn auch nicht alle, wie das Bundesamt warnt: „Meiden Sie Räume mit großer Deckenspannweite, wie etwa Hallen." 

Und was, wenn ein schwerer Sturm wütet und man nicht rechtzeitig ins Haus kommt? „Suchen sie möglichst eine Mulde oder einen Graben auf, legen Sie sich mit dem Gesicht erdwärts und schützen Sie Kopf und Nacken mit den Händen“, empfiehlt das Bundesamt für Katastrophenschutz.

Offizielle Informationen und Gefahrenhinweise für Unwettersituationen finden Sie hier. (mit dpa)

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