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  • 03.10.2017
  • von Jan Kixmüller

Sturmwarnung für Brandenburg: Schwere Sturmlage möglich

von Jan Kixmüller

Am Donnerstag könnte es in Teilen Brandenburgs eine schwere Sturmlage geben. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein Wettermodell des Deutschen Wetterdienstes rechnet für Donnerstag mit Orkanböen über Brandenburg. An den Küsten ist demnach sogar eine Sturmflut möglich. Andere Modelle sehen allerdings eine schwächere Entwicklung.

Potsdam - Am Donnerstag könnte es in der Nordhälfte Deutschlands einen schweren Sturm geben. Nach aktuellen Berechnungen des Wettermodells des Deutschen Wetterdienstes  (DWD)   drohen von Niedersachsen bis nach Ostdeutschland orkanartige Böen von über 100 Kilometern pro Stunde. Davon könnten auch Teile Brandenburgs betroffen sein.  Selbst Orkanböen von 120 Kilometern pro Stunde sind demnach vereinzelt nicht ausgeschlossen werden, meldete am Dienstag Wetteronline.

Genaue Entwicklung noch offen

Die genaue Entwicklung ist noch offen,  auch eine schwächere Entwicklung des von der Nordsee nach Polen ziehenden Sturmtiefs, wie es andere Modelle berechnen,  ist noch möglich. Die Prognose einer solchen  Wetterlage ist für  Wettermodellen recht schwierig. Das Sturmtief soll am Donnerstagmittag über Mecklenburg-Vorpommern liegen. Über Niedersachsen soll  es dabei orkanartige Böen (103 bis 118 Stundenkilometer) geben. Nachmittags erfasst das Sturmfeld dann den Osten. Dabei dürfte vor allem der Süden Brandenburgs von Sturmböen betroffen sein.

Mehrere Sturmfluten möglich

Das Sturmtief könnte auch  für eine oder sogar mehrere Sturmfluten an den Küsten sorgen. Da der Sturm aus Nordwest wehen wird, drückt er viel Wasser in die Deutsche Bucht. Weil das Hochwasser aufgrund des Vollmondes auch noch besonders hoch auflaufen wird (Springflut) besteht an der gesamten Deutschen Nordseeküste ab Donnerstag eine hohe Sturmflutgefahr, so Wetteronline.
Auch was die Dauer des Sturms  betrifft, sind die  Modelle noch uneinig. Das europäische Wettermodell EZMWF deutet eine außerordentlich lange Dauer des Sturms an. Demnach könnte der Wind mehr als 24 Stunden mit Sturmstärke aus Nordwest wehen und erst am Freitagabend oder in der Nacht zum Samstag merklich abflauen. „Sollte das so kommen wären sogar mehrere Sturmfluten möglich, sogar eine schwere Sturmflut ist nicht auszuschließen“, so Wetteronline.

30 bis 50 Litern Regen pro Quadratmeter möglich

Schuld an der Sturmlage ist Tief „Xavier“, das vor allem im Norden auch Unwetterpotenzial besitzt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch vorhersagte. In einem breiten Streifen von Niedersachsen und dem nördlichen Nordrhein-Westfalen bis nach Brandenburg und Sachsen gibt es am Donnerstag schwere Sturmböen. Bei Gewittern sind orkanartige Böen möglich. Weil viele Bäume noch Laub tragen, warnt der DWD vor regionalen Sturmschäden mit Folgen für den Straßen- und Bahnverkehr. Bereits für die Nacht zum Donnerstag wird in der Nordhälfte starker Regen erwartet, verbreitet mit 30 bis 50 Litern pro Quadratmeter. Im Süden ist es am Vormittag noch warm, teils sonnig mit Temperaturen bis 25 Grad an der Donau. Doch wenn dort die Kaltfront eintrifft, droht ein Temperatursturz, wie DWD-Meteorologe Marcus Beyer erklärt. Dabei sinkt die Schneefallgrenze sukzessive auf rund 1200 Meter. Nach dem Abzug von „Xavier“ gelangt Deutschland unter den Einfluss polarer Kaltluft. Der Rest der Woche gestaltet sich entsprechend wechselhaft und kühl. Der Wind spielt dann laut DWD aber keine übergeordnete Rolle mehr. (mit dpa)

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