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  • 02.10.2017
  • von Jutta Schütz

Berlin: Rigaer Straße: Erneut Polizeiautos mit Steinen beworfen

von Jutta Schütz

Immer wieder kommt es in der Rigaer Straße zu politisch motivierten Straftaten. Foto: Paul Zinken/dpa

Nach erneuter Randale in der Rigaer Straße sind am Sonntagnachmittag sieben Linksextremisten vorläufig festgenommen worden.

In der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain sind erneut Polizisten angegriffen worden. Sieben Randalierer wurden am Sonntag vorläufig festgenommen. Wie die Polizei am Montag weiter mitteilte, hatten sich bis zu 70 Personen am Sonntagnachmittag in einem Hof und vor einem Haus versammelt. Von dort aus seien Polizisten beleidigt worden.

Als ein 27-Jähriger festgenommen werden sollte, habe er Widerstand geleistet. Andere hätten zudem versucht, ihn zu befreien, auch dabei seien Beamte angegangen worden. Am Abend wurden dann Einsatzfahrzeuge mit Pflastersteinen beworfen. Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Gefangenenbefreiung, Körperverletzung und Sachbeschädigung seien eingeleitet worden.

274 politisch motivierte Straftaten im Nordkiez

Im Gebiet um früher besetzte Häuser in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain kommt es immer wieder zu Gewalttaten von politischen Extremisten. Allein im vergangenen Jahr wurden 274 im sogenannten Nordkiez in Friedrichshain registriert. Diese Zahl umfasst aber nicht nur linksextremistische Taten, sondern politisch motivierte Kriminalität insgesamt. In dem Gebiet fallen Rechtsextremisten und Islamisten allerdings kaum auf.

Der Verfassungsschutz hatte in seinem Bericht über 2016 festgestellt, die linksextremistische Szene rund um die Rigaer Straße habe eine «gezielte Eskalationsstrategie» gestartet. Die Hemmschwelle für Gewaltaufrufe gegen Menschen sei gesunken. (dpa)

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