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  • 09.08.2017

Tödliche Prügelattacke gestanden

Potsdam - Ein 27-jähriger Angeklagter hat im Prozess um den gewaltsamen Tod eines 43-jährigen Jüterbogers eine tödliche Prügelattacke auf seinen Bekannten gestanden. Am Abend des 31. Oktober 2013 sei ein Streit eskaliert, weil der 43-Jährige behauptete, er habe ein Verhältnis mit der Mutter des Angeklagten gehabt, sagte der 27-Jährige am Dienstag zum Prozessauftakt vor dem Potsdamer Landgericht. „Bei solchen Sachen werde ich sehr sauer“, sagte der arbeitslose Gelegenheitsarbeiter.

Er habe eine halbe Stunde lang auf den 43-Jährigen eingeschlagen und eingetreten, „damit der endlich damit aufhört“, sagte der 27-Jährige. Schließlich habe er gemeinsam mit einem Kumpel die Wohnung des 43-Jährigen verlassen, ohne sich große Sorgen um den Zustand des Opfers zu machen. Der Mann starb fünf Tage später an seinen schweren Verletzungen.

Der 35-jährige Kumpel habe sich nicht an der Prügelei beteiligt, sagte der Angeklagte. In der Vernehmung bei der Polizei hatte er dagegen erklärt, der 35-Jährige habe auch zugeschlagen. Der Mitangeklagte äußerte sich vor Gericht nicht dazu. Bei der Polizei hatte er abgestritten, auch zugeschlagen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Männern Körperverletzung mit Todesfolge vor. Das Urteil wird am kommenden Montag erwartet. dpa

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