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  • 09.08.2017

Ex-Minister Clement arbeitet für die FDP

Berlin - Der frühere SPD-Politiker und Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement setzt sich im Auftrag der FDP für den Erhalt des Berliner Flughafens Tegel ein. Er gehört einer vierköpfigen Expertenkommission an, die der Berliner FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja am Dienstag berief – gut sechs Wochen vor dem Volksentscheid zur Zukunft des alten Airports, der bisherigen Plänen zufolge nach Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER schließen soll.

„Die Kommission soll zur sachlichen Auseinandersetzung beitragen, sowie die notwendigen rechtlichen und politischen Schritte für einen Weiterbetrieb erörtern“, sagte Czaja. Sie werde im Falle eines Erfolgs unmittelbar nach dem Volksentscheid am 24. September einen Fahrplan zur Offenhaltung Tegels mit klaren Handlungsempfehlungen für das Parlament und den Senat vorlegen.

Neben Clement gehören der Kommission drei aktive oder frühere Manager mit Erfahrung in der Luftfahrtbranche an: Die Fraport-Aufsichtsrätin Margarete Haase, das ehemalige EADS-Vorstandsmitglied Axel Ahrendt sowie der frühere Leiter Flugplanung der Lufthansa und Berliner Flughafen-Geschäftsführer Hans-Henning Romberg. Alle Mitglieder arbeiteten unentgeltlich in dem Gremium mit, ergänzte Czaja.

Die FDP gehört zu den Initiatoren des - rechtlich nicht bindenden – Volksentscheids. Nach Einschätzung der Tegel-Befürworter wird der alte Flughafen im Westen der Stadt auch nach BER-Eröffnung weiter gebraucht, weil die Passagierzahlen steigen. Der rot-rot-grüne Senat will hingegen nicht am Schließungsbeschluss rütteln. dpa

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