13.12.2017, 3°C
  • 09.08.2017

„Riester-Behörde“ in Brandenburg bleibt erhalten

Brandenburg/Havel - Aufatmen in Brandenburg an der Havel: Die mögliche Umstrukturierung der Zentralen Zulassungsstelle für Altersvermögen (ZfA) sei vom Tisch, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag unter Berufung auf das Bundesfinanzministerium mit. In der ZfA lässt der Bund die rund 16 Millionen Riester-Anträge bearbeiten. Damit blieben die bestehenden rund 900 Arbeitsplätze erhalten und der Standort könne auf bis zu 1250 Mitarbeiter ausgebaut werden, erklärte Stadtsprecher Jan Penkawa.

Der parlamentarische Finanz-Staatssekretär Michael Meister habe der Stadt mitgeteilt, dass Forderungen nach einer Neustrukturierung der ZfA abgelehnt worden seien, heißt es in der Mitteilung. „Das im Rahmen der Riester-Rente eingeführte System der zentralen Verwaltung hat sich bewährt“, schrieb Meister.

Die Forderung, die Zulagenstelle abzuschaffen, kam nach Angaben von Landesfinanzminister Christian Görke (Linke) vom CDU-Wirtschaftsrat. Stattdessen sollten die Anträge in den Finanzämtern bearbeitet werden. Görke warnte ebenso wie Brandenburgs Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU) vor den Folgen der Arbeitsplatzverluste. Die zentrale Bearbeitung der Anträge sei zudem effizienter, schrieb Görke in einem Brandbrief an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Nach Angaben von Penkawa sind die Mitarbeiter der ZfA derzeit auf mehrere Standorte in der Stadt verteilt. Im kommenden Frühjahr sei jedoch der Umzug aller Mitarbeiter in die umgebauten Werkshallen des früheren Fahrzeugherstellers Brennabor geplant. Dort investiere der Bund mehr als 30 Millionen Euro. dpa

Social Media

Umfrage

Soll die Biosphäre abgerissen werden, wie es die Grünen-Fraktion im Stadtparlament nun fordert? Stimmen Sie ab!