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Themenschwerpunkt:

Rechtsextremismus

  • 20.04.2017
  • von Klaus Peters

Brandanschlag auf Flüchtlingsunterkunft in Jüterbog: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen versuchten Mordes

von Klaus Peters

Auf die Asylbewerberunterkunft für 20 minderjährige Flüchtlinge in der Innenstadt von Jüterbog ist im vergangenen Jahr ein Brandanschlag verübt worden. Foto: Victoria Barnack/dpa

Ein junger Mann warf zwei Brandsätze gegen ein Heim für minderjährige Flüchtlinge in Jüterbog - und gab als Motiv seine fremdenfeindliche Gesinnung an. Jetzt erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage.

Nach dem Brandanschlag auf ein Heim für junge Flüchtlinge in Jüterbog (Teltow-Fläming) hat die Staatsanwaltschaft Potsdam Anklage wegen versuchten Mordes erhoben. Die Anklage sei bei der 2. Strafkammer des Potsdamer Landgerichts eingegangen, sagte Gerichtssprecher Sascha Beck am Donnerstag. Zuerst hatte der rbb berichtet. "Wenn die Kammer die Anklage annimmt, wird der Prozess nicht vor August 2017 beginnen", sagte Beck.

Verletzt wurde niemand

Der damals 20-Jährige hatte gestanden in der Nacht zum 1. Oktober vergangenen Jahres zwei Brandsätze gegen das Heim für minderjährige Flüchtlinge geworfen zu haben. Als Motiv gab der Mann eine fremdenfeindliche Gesinnung an. Er sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Die Brandsätze trafen das Fenster eines Abstellraums und konnten schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.

Aus Sicht der Staatsanwaltschaft habe der Mann nicht wissen können, dass der Raum hinter dem Fenster unbewohnt war, sagte Behördensprecher Christoph Lange. Daher sei Anklage wegen versuchten Mordes erhoben worden. (dpa)

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