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  • 17.02.2017
  • von Klaus Peters

Neuruppin: Polizisten werfen rabiate "Reichsbürger" aus dem Bürgeramt

von Klaus Peters

Ein fingierter Reisepass eines "Reichsbürgers". Foto: Patrick Seeger/dpa

Zwei "Reichsbürger" wollten ihre Personalausweise im Bürgeramt in Neuruppin abgeben. Weil sie laut wurden und auf ein Hausverbot nicht reagierten, wurden sie rausgeworfen.

Zwei "Reichsbürger" sind am Freitag von Polizisten aus dem Bürgeramt in Neuruppin (Ostprinitz-Ruppin) geworfen worden. Eine 39-Jährige und ein 61-Jähriger seien dort erschienen und hätten ihre Personalausweise abgeben wollen, weil sie "Reichsbürger" seien, berichtete die Polizei. Als die Sachbearbeiterin erklärte, sie wolle dies erst prüfen, wurden die beiden laut. Auf ein daraufhin erteiltes Hausverbot reagierten sie nicht. Alarmierte Beamte brachten die beiden schließlich nach draußen.

Die 39-Jährige leistete deutlichen Widerstand und verletzte einen Beamten mit Kratzspuren an den Armen. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die beiden nun wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik als Staat und die Behörden nicht an. (dpa)

 

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Sie lehnen die Bundesrepublik ab und geben eigene Pässe aus. Auch in Brandenburg und Berlin bekommen die "Reichsbürger" mehr Zulauf. Ein Besuch bei den Mitgliedern des "Freistaats Preußen".

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Das Brandenburgische Institut für Gemeinwesenberatung hat ein Handbuch über "Reichsbürger" rausgebracht. Hier ist es zu finden >>

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