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Themenschwerpunkt:

Rechtsextremismus

  • 14.02.2017
  • von René Garzke

Attacken bei Anti-Asyl-Demos in Rathenow: Prozess um rechte Angriffe auf Journalisten

von René Garzke

Demonstration des asylfeindlichen "Bürgerbündnisses Havelland" im März 2016 in Rathenow. Foto: P. Zinken/dpa

Am Rande von Anti-Asyl-Demonstrationen in Rathenow wurde der Journalist Hardy Krüger, der auch für die PNN schreibt, mehrfach attackiert. Jetzt landete der Fall vor dem Rathenower Amtsgericht.

Rathenow - Ende 2015 kam es bei einer Demonstration des Rathenower Pegida-Ablegers „Bürgerbündnis Havelland“ zur Attacke auf einen Journalisten, jetzt landete der Fall vor dem Rathenower Amtsgericht – und wurde gegen Auflagen eingestellt. Demnach muss der geständige Täter insgesamt knapp 240 Euro für die zerstörte Kamera des Journalisten Hardy Krüger zahlen, der auch für die PNN tätig ist.

Ein weiteres Verfahren wegen eines zweiten Angriffes auf einer Demonstration des „Bürgerbündnisses Havelland“ im Februar 2016 war bereits vor zwei Monaten von der Staatsanwaltschaft Potsdam eingestellt worden. Ziel der Attacke war derselbe Journalist, der wegen seiner kritischen Berichterstattung regelmäßig auf den rechten Demonstrationen bedroht wird. Der Täter muss wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung 600 Euro zahlen. Er hatte den Journalisten mit einem Laserpointer geblendet.

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