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Bundestagswahl 2017

  • 30.11.2016
  • von Thorsten Metzner

Bundestagswahl 2017: Prognose: Saskia Ludwig (CDU) im Bundestag

von Thorsten Metzner

Saskia Ludwig. Foto: Andreas Klaer

Laut einer aktuellen Prognose hat die CDU gute Chancen, zur Bundestagswahl in Brandenburg die stärkste Kraft zu werden. Die frühere Landesvorsitzende Saskia Ludwig könnte den Wahlkreis Potsdam gewinnen.

Hamburg - Im Land Brandenburg hat die Union gute Chancen, die Bundestagswahl im Herbst 2017 zu gewinnen. Und zwar selbst in der Landeshauptstadt Potsdam und dem Umland, wo mit der früheren Landesvorsitzenden Saskia Ludwig eine Kritikerin der Flüchtlingspolitik von Angela Merkel als Direktkandidatin antritt. Eine Prognose der Hamburger Wahlplattform election.de von Ende November sieht Ludwig aktuell vorn, und die Union in sieben von zehn Wahlkreisen im Land als Gewinner. Die SPD würde demnach nur den früheren Wahlkreis von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier holen, der vakant wäre, falls er Bundespräsident wird.

Auch langfristige Wahltrends fließen in die Prognosen ein

Ob die inzwischen angekündigte überraschende Bundestags-Kandidatur der populären, zwei Mal direkt gewählten CDU–Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann einfloss, ist unklar. Election.de hat sich als Prognoseplattform in den letzten Jahren profiliert. In die Prognosen fließen nicht nur aktuelle Umfrageergebnisse, sondern auch langfristige Wahltrends ein. Nach der aktuellen Prognose würde der AfD-Bundesvize und Brandenburger Landeschef Alexander Gauland mit seiner Direktkandidatur in Frankfurt (Oder), die er selbst noch vor Wochen als „unglaubwürdig“ bezeichnet, aber inzwischen verkündet hat, Schiffbruch erleiden. Die Wahlplattform sieht dort den früheren Brandenburger Linke-Chef Thomas Nord vorn, der seine Partei nach 19 Jahren Opposition in die Brandenburger Regierung geführt hatte und heute Bundestagsabgeordneter und Schatzmeister der Bundeslinken ist.

Im Direktwahlkreis 61, zu dem Potsdam, Teile Potsdam-Mittelmarks und Teltow-Flämings gehören, treten neben Ludwig die SPD-Bildungsexpertin Manja Schüle und der wegen seiner Fahrdienstnutzung im Bundestag kritisierte Potsdamer Linke-Abgeordnete Norbert Müller an, der Vize-Chef des Linke-Landesverbandes ist und trotz der Affäre von seiner Partei am Wochenende auf den für den Einzug in den Bundestag sicheren vierten Listenplatz nominiert wurde. 

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