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  • 02.08.2016
  • von Ralf Schönball

Stadtentwicklung: Schmales Budget für Erhalt von Industriebauten

von Ralf Schönball

Industriebauten in Berlin sollen erhalten und gestärkt werden (Symbolbild). Foto: Thilo Rückeis

Berlin will sich um den Erhalt der Industriebauten kümmern. Das Budget aber ist überschaubar. Was damit erreicht werden kann, bleibt offen.

140.000 Euro im Jahr will sich Berlin das bauliche Erbe der „Giganten der Industriegeschichte“ künftig kosten lassen. Der Senat hat einen entsprechenden Antrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gebilligt, der die „Stärkung der Potenziale der Industriekultur in Berlin“ zum Ziel hat.

Staatssekretär Engelbert Lütke Daldrup (SPD) zufolge soll „das städtebauliche, wirtschaftliche, touristische und kulturelle Entwicklungspotenzial“ von Industriebauten entwickelt werden. Dazu brauche es Fachleute und einen „Kümmerer“, der sich für den Erhalt der Bauten im Stadtbild einsetzt.

„Sinnvolle Nachnutzungen“ für Industriebauten

Zum „Motor“ dieser Entwicklung soll das Berliner Zentrum Industriekultur werden, eine wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie der Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin.

Was die Einrichtung genau erreichen kann, zumal mit ihrem überschaubaren Budget, bleibt abzuwarten. Lütke Daldrup sprach von „Moderation“ und der Suche nach „sinnvollen Nachnutzungen“ für die Industriebauten. Diese dürfte allerdings das geringste Problem sein, verdrängt der heiß gelaufene Immobilienmarkt zurzeit doch eher kulturelle und kreative Zwischennutzer aus zahlreichen Bauten, um diese in Lofts oder Bürohäuser umzubauen.

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