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Themenschwerpunkt:

Rechtsextremismus

  • 23.03.2016
  • von Christine Fratzke und Alexander Fröhlich

Anschläge in Nauen: Brandstiftung: Polizei nimmt weiteren Tatverdächtigen fest

von Christine Fratzke und Alexander Fröhlich

Diese Nauener Turnhalle war als Notunterkunft für etwa 100 Flüchtlinge geplant. Im August 2015 ist sie abgebrannt. Schnell war klar, dass sie absichtlich angezündet wurde. Foto: J. Stähle/dpa

Brandstiftung und Bildung einer kriminellen Vereinigung: Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt gegen mehrere Personen aus Nauen, die für mehrere Anschläge in der Stadt verantwortlich sein sollen. Nun wurde ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen.

Nauen - Die Polizei hat einen weiteren Tatverdächtigen egen eines Brandanschlags auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Nauen festgenommen. Der 26-jährige Christopher L. räumte laut Polizei-Angaben in der Vernehmung selbst ein, an der Tat beteiligt zu sein. Das Amtsgericht Potsdam erließ einen Haftbefehl, der junge Mann wurde bereits am Montag festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Er sitzt seit dem heutigen Mittwoch in Untersuchungshaft. Christopher L. ist nach PNN-Informationen als aktiver Neonazi bekannt, er nahm regelmäßig an Versammlungen der NPD oder der Freien Kräfte teil.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam ermittelt derzeit gegen den Nauener NPD-Politiker Maik Schneider und vier weitere Personen, darunter Christopher L., wegen des Verdachts der Brandstiftung und der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Die Gruppe soll für mehrere Übergriffe in Nauen in den vergangenen Monaten verantwortlich sein. Maik Schneider und Dennis W. sitzen seit Anfang März in Untersuchungshaft. 

Die Turnhalle eines Oberstufenzentrums, die als Asyl-Notunterkunft vorübergehend genutzt werden sollte, ging am 25. August 2015 in Flammen auf. Sie brannte komplett aus, verletzt wurde dabei aber niemand. Schnell waren sich die Ermittler sicher, dass es sich dabei um Brandstiftung handelte. 

 

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